Aus dem Ort

2018 gibt's nur kahle Straßenlampen in Oberbantenberg

https://www.rundschau-online.de/region/oberberg/wiehl

Am guten Willen des Heimatvereins Oberbantenberg, die Weihnachtsbeleuchtung im Ort zu installieren, um eine weihnachtliche Atmosphäre zu schaffen, hat es nicht gelegen. Allein fehlt es dem Verein an der finanziellen Möglichkeit, die Beleuchtung auf den neuesten technischen Standard zu bringen. 

Seitens des Energieversorgers (AGGERENERGIE) wurde dem Heimatverein Oberbantenberg nun nahegelegt, die Umrüstung der Anschlüsse in die Wege zu leiten, weil die Zusatzbeleuchtung in Oberbantenberg bereits seit 2007 nicht mehr den technischen Vorschriften entsprechen würde. Bei den derzeitigen Anschlüssen fehlen besondere Steckdosen an den Straßenlaternen, die im Falle eines Kurzschlusses für eine automatische Abschaltung der Weihnachtsbeleuchtung sorgen würden.

Peter Kesehage, 1. Vorsitzender des Heimatvereins Oberbantenberg, weist darauf hin, dass der Heimatverein Oberbantenberg die Betreiberverantwortung auf Dauer einfach nicht mehr übernehmen kann; schließlich gehe es im schlimmsten Falle um eine Gefährdung des öffentlichen Straßenraums. Gerade während der Weihnachtszeit im Vorjahr standen ganze Straßenzüge in Oberbantenberg nach einem Defekt einzelner Weihnachtslichter im Dunkeln.

Dass die Verkehrssicherheit gewährleistet sein muss, darauf wies der Energieversorger ausdrücklich hin. Gleichzeitig stehe – so Aggerenergiesprecher Peter Lenz – der örtliche Energieversorger den Vereinen mit Rat und Tat bei Modernisierungsmaßnahmen grundsätzlich zu Verfügung. Die notwendigen Umrüstungen wurden bereits in einigen Ortschaften (Drabenderhöhe, Niederseßmar, Osberghausen) umgesetzt.

Dass in Oberbantenberg die Modernisierung bisher ausblieb, liegt einzig und allein an den hohen Kosten für die Umrüstung der insgesamt 20 Straßenlaternen. Peter Kesehage's Schätzung beläuft sich incl. der fälligen Ausstattung der Weihnachtssterne mit LED's auf ca. 6.000,-- €. Das kann der Heimatverein Oberbantenberg zur Zeit einfach nicht stemmen. 

Der städtische Mitarbeiter Torsten Richling, der zuständig ist für die Straßenbeleuchtung in Wiehl, entgegnete auf Anfrage, dass auf politischer Ebene eine Entscheidung herbeigeführt werden müsse, ob die Kommune für eine solche Investition einspringt. Ältere Straßenlaternen seien im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen vorrangig zu berücksichtigen. Darüber hinaus konzentriere sich das Rathaus auf die Weihnachtsbeleuchtung im Hauptort. In Bielstein sei die Modernisierung im Rahmen der umfangreichen Umbaumaßnahmen vom Land NRW finanziert worden.

Oberbantenberg ist aber nicht der einzige größere Ortsteil ohne Weihnachtsbeleuchtung. Auch in Dieringhausen wird eine derartige weihnachtliche Atmosphäre in diesem Jahr ausbleiben...

Über die Situation hat auch die Oberbergische Volkszeitung im Regionalteil Oberberg am 30.11.2018 berichtet; hier geht's zum Link:

https://www.rundschau-online.de/region/oberberg/wiehl/advent-ohne-beleuchtung-heimatverein-verzichtet-auf-schmuck-wegen-strenger-auflagen-31675302

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